Sonnenschutz für Kinder: Darauf kommt es an

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Sonne gehört für viele Familien zum Sommer. Doch UV-Strahlung kann die Haut schädigen – auch bei Wolken oder im Schatten. Hautarzt Dr. med. Fabian Ziller erklärt, warum Kinder besonders empfindlich sind und wie ihr sie mit Schatten, Kleidung und ausreichend Sonnencreme schützt.

Sonne ist wichtig – zu viel UV-Strahlung schadet

Sonne gehört für viele Familien zu Freibad, See und Urlaub. Nach Angaben von Dr. med Fabian Ziller, Leiter des Hautkrebszentrums am DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein, unterstützt sie unter anderem die Vitamin-D-Produktion, die Stimmung und den Biorhythmus.

Zu viel UV-Strahlung kann die Haut jedoch schädigen. Ein Sonnenbrand ist mehr als eine sichtbare Rötung: Die Haut kann sich entzünden, anschwellen und im schlimmsten Fall Blasen bilden. Bei großer Hitze können zusätzlich Kreislaufprobleme auftreten.

UV-Strahlung kann das Erbgut schädigen

Die Folgen der Sonne sind nicht immer sofort sichtbar. UV-Strahlung kann Schäden am Erbgut der Hautzellen verursachen.

Der Körper kann viele dieser Schäden reparieren, aber nicht unbegrenzt. Entscheidend ist deshalb auch die gesamte UV-Belastung, der die Haut im Laufe des Lebens ausgesetzt ist.

 

Kinderhaut braucht besonderen Schutz

Kinder sollten nach Einschätzung des Hautarztes nicht in der prallen Sonne bleiben. Ihre Haut ist dünner und das körpereigene Reparatursystem noch nicht vollständig ausgebildet.

Deshalb ist es wichtig, Kinderhaut frühzeitig und konsequent vor übermäßiger UV-Strahlung zu schützen.

Erst Schatten, dann Kleidung und Sonnencreme

Der wichtigste Schutz besteht darin, starke und übermäßige Sonne zu meiden. Danach folgt schützende Kleidung, etwa eine Mütze und ein T-Shirt.

Unbedeckte Hautstellen sollten großzügig mit Sonnencreme eingecremt werden. Wird zu wenig Creme verwendet, wird der angegebene Lichtschutzfaktor nach Aussage des Experten nicht erreicht.

Auch Wolken und Schatten bieten keinen Vollschutz

UV-Strahlung kann teilweise durch Wolken dringen. Auch im Schatten ist ein Lichtschaden deshalb nicht ausgeschlossen.

Besonders an Nord- und Ostsee kann die Gefahr leicht unterschätzt werden. Kühler Wind und Bewölkung täuschen über die Strahlung hinweg, während das Wasser zusätzlich UV-Strahlen reflektiert.

Bräune ist kein Zeichen gesunder Haut

Der Gedanke „erst rot, dann braun“ ist laut Ziller nicht gesund und nicht ratsam. Eine Rötung zeigt, dass zu viel UV-Licht auf die Haut getroffen ist.

Auch Bräune ist eine Schutzreaktion des Körpers. Die Sonne muss deshalb nicht vollständig gemieden werden. Mit Schatten, schützender Kleidung und ausreichend Sonnencreme könnt ihr Sommertage draußen genießen und die Belastung der Haut reduzieren.

Redaktion Kind+Kegel · 07.08.2026


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