Schüler entwickeln Geschenkideen in Dresden
alle Bilder: Sachsen Fernsehen
Eine Woche für eigene Ideen
Im LabX der HTW Dresden haben Jugendliche aus dem Glückauf-Gymnasium Dippoldiswalde/Altenberg und dem Gymnasium Dresden-Plauen eine Woche lang eigene Produktideen entwickelt.
Die Aufgabe war klar: Ein Geschenk sollte persönlich sein, schnell hergestellt werden können und trotzdem bezahlbar bleiben. Begleitet wurde das Projekt von Yeti, einer Dresdner Initiative, die junge Menschen an Start-up-Denken heranführt.
Vier Gruppen, vier Ansätze
Am Ende entstanden vier sehr unterschiedliche Ideen: ein Abreißkalender mit plastischer Figur, ein Blumenstrauß mit gravierten Stielen, ein Holzbüchlein zum Verschenken von Gutscheinen und ein Brettspiel mit eigenen Bildern, Straßen und Spielfiguren.
Die Jugendlichen mussten ihre Ideen nicht nur sammeln, sondern auch testen, verwerfen, weiterentwickeln und schließlich einer Jury vorstellen.
Lernen außerhalb des Klassenzimmers
Für viele Beteiligte war der außerschulische Lernort ein wichtiger Teil des Projekts. Die Jugendlichen konnten bauen, malen, gravieren, diskutieren und am Ende etwas in den Händen halten.
Eine Schülerin beschrieb, dass die Gruppen zunächst zusammenfinden mussten, die Zusammenarbeit dann aber gut funktionierte. Entscheidungen wurden gemeinsam getroffen, etwa durch Abstimmungen.

Teamarbeit mit echten Herausforderungen
Auch Schwierigkeiten gehörten dazu. In einer Gruppe gab es laut einem Schüler anfangs Kommunikationsprobleme, weil man sich bei der Idee nicht einig war.
Später habe die Zusammenarbeit jedoch gut funktioniert. Für euch als Familien ist genau das ein spannender Punkt: Das Projekt zeigte, dass kreatives Arbeiten auch bedeutet, Konflikte auszuhalten und gemeinsam Lösungen zu finden.
Start-up-Denken zum Ausprobieren
Yeti unterstützte die Jugendlichen dabei, unternehmerisch zu denken. Dazu gehörte, Probleme zu erkennen, Ideen zu entwickeln und daraus einen greifbaren Prototypen zu machen.
Teil des Prozesses waren auch Straßenumfragen, bei denen die Schülerinnen und Schüler nach Problemen und Ideen fragten.
Schule mit mehr Freiraum
Volker Hegewald, Schulleiter des Glückauf-Gymnasiums Dippoldiswalde/Altenberg, sieht in solchen Formaten mehr als einen Wettbewerb.
Er sprach davon, dass Schule jungen Menschen Freiräume geben müsse und mehr Mut brauche, Klassenzimmer zu öffnen und außerschulische Lernorte einzubeziehen.
Alle Ideen ausgezeichnet
Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse vor einer Jury, zu der auch Vertreter von Wunderwunsch gehörten.
Ursprünglich sollte nur ein Team gewinnen und dessen Idee später bei Wunderwunsch in die Produktion gehen. Schließlich wurden jedoch alle vier Ideen ausgezeichnet.
Einblick in die Welt der Start-ups
Für die Jugendlichen war die Woche ein erster Einblick in die Welt von Start-ups.
Und für euch zeigt das Projekt: Gute Ideen können schon während der Schulzeit entstehen, wenn junge Menschen Raum, Zeit und Unterstützung bekommen.
Redaktion Kind+Kegel · 30.06.2026
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