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Entspannt durch den Winter

sauna zubehoer
andrea kusajda / pixelio de

In der dunklen Zeit des Jahres sehnen wir uns mehr als sonst nach äußerlicher und innerlicher Wärme, nach Ruhe und Entspannung. Genau das Richtige: ein Saunabesuch, der eine Wohltat für den Körper sein kann.


Bereits unsere frühen Vorfahren nutzten Steinschwitzbäder in Erdhöhlen, um nach Anstrengungen wieder Kraft und Energie zu tanken.   Aus den Höhlen wurden Wohlfühloasen, die heute Körper und Seele zum Entspannen einladen.


Die Abfolge von Hitze mit dem anschließenden Kaltbad hat neben der positiven Auswirkung auf unser Wohlbefinden eine Reihe gesunder Nebeneffekte wie die Senkung des Blutdrucks, die Anregung des Kreislaufs, des Stoffwechsels, des Immunsystems und der Atmung.


Das Saunieren dient also nicht nur der gründlichen Reinigung des Körpers, auch die  Blutgefäße der Haut und der Schleimhäute sowie das Wärmeregulationssystem werden trainiert. Das hilft gerade im Winter, nicht mehr so leicht zu frieren und Abwehrkräfte zu stärken. Durch die Befreiung von Schlacken aus dem Gewebe kann durch regelmäßige Saunagänge zudem der Abnehmprozess angekurbelt und das Hautbild verbessert werden. Regelmäßige Saunagänge sollen sogar die Stimmung aufhellen und Spannungskopfschmerzen verschwinden lassen. Bei den ersten Anzeichen eines Infekts, wie einem leichten Frösteln oder Kribbeln im Hals, kann der Saunagang ähnlich wie ein heißes Bad ordentlich durchwärmen und eine Verschlimmerung verhindern.


Tabu ist Saunieren jedoch bei einem akuten Infekt, erhöhter Temperatur oder Fieber. Schwangerschaft ist kein Grund, geliebte Saunagänge wegzulassen. Finnische Forscher berichten, dass regelmäßige Saunagänge während der Schwangerschaft sogar die Entbindung erleichtern, weil sie die bessere Durchblutung des Beckenbodens fördern.


Sobald Kinder trocken sind, können Eltern auch den Nachwuchs mit in die Sauna nehmen. Nachgewiesen ist, dass auch bei ihnen die Anzahl grippaler Infekte, Asthma und Bronchitis abnimmt, wenn sie regelmäßig saunieren. Der Saunagang sollte aber nicht länger als vier bis fünf Minuten dauern und das Abkühlen im Vergleich zu Erwachsenen mit lauwarmem Wasser geschehen.

 

Wer nun Lust auf das heiß-kalte Erlebnis bekommen hat oder vergangene Gewohnheiten wieder aufleben lassen möchte, findet unter den kleinen urigen Saunen oder üppigen Saunalandschaften garantiert etwas nach seinem Geschmack. Gerade während der Wintermonate bieten großzügig gehaltene Außenbereiche eine willkommene Abwechslung zu den herkömmlichen Methoden der Abkühlung wie Tauchbecken oder Schwallduschen. Erhitzt von dem Aufenthalt in der Sauna barfuß im Schnee zu laufen und auf die Stille des Winters zu lauschen, ist ein ganz besonderes Gefühl.
 


Saunieren in Dresden und Umgebung


In der Toskana Therme in Bad Schandau beispielsweise warten im großzügigen Saunagarten Erzsaunen oder eine Blockhaussauna auf ihre Entdeckung. Saunakulturen aus aller Welt und die dazugehörigen Rituale dürfen in den Badegärten Eibenstock probiert werden. So tanzen in der finnischen Rauchsauna traditionell Birkenreisige auf der Haut.

In der Oberlausitz wartet die Körse-Therme in Kirschau mit einem vielfältigen Angebot auf Saunahungrige. Mutige können statt des Tauchbeckens das ganze Jahr über Schnee zur Abkühlung nutzen. Von der Saunalandschaft im Erlebnisbad Malter haben Saunagäste einen direkten Zugang zur Talsperre.


Etwas beschaulicher geht es in den meist liebevoll gestalteten Saunen von Hotels zu, die oft nicht nur Hotelgästen offen stehen. Noch ein Geheimtipp ist die gemütliche Sauna im Landhotel Gut Wildberg bei Meißen. „Für die Aufgüsse in unserem Dampfbad verwenden wir Kräuter aus unserem Garten. Die Saunagäste erhalten ein Schälchen Salz für ein Hautpeeling. Außerdem können sie sich im Naturteich erfrischen“, hebt Roland Taubinger, der Hotelinhaber, hervor. Die heimelige Atmosphäre am Kamin zaubert dann auch den letzten trüben Wintergedanken fort. (KI) 


--->>>> Hinweise fürs richtige Saunieren